Shanghai. Wer auf dem letzten DOK Leipzig „Shanghai Fiction“ von Julia Schön und Busso von Müller sehen konnte, hat einen guten Eindruck von diesem Moloch bekommen – und nicht wirklich Lust, ausgerechnet an diesen Ort zu reisen. Ausgerechnet hier präsentiert DOK Leipzig nun am Goethe-Institut zwei Programme. Zum Thema des ersten Deutsch-Chinesischen Dokumentarfilmforums „Globalisierung, Migration, Heimat“ das eine, eine Auswahl der „Best of DOK Leipzig“ das andere. Ausführlich dazu hier: http://www.goethe.de/ins/cn/sha/kue/flm/dff/deindex.htm
Shanghai, 15 Millionen Einwohner, auf den ersten Blick ein Beton gewordener Albtraum der Zivilisation. Hochhäuser, so weit das Auge reicht. Die Realität ist schlimmer als der Film und zugleich gnädig: Denn das Auge reicht nicht weit, dafür sorgt - zumindest dieser Tage- ein immerwährender, dichter Smog, der die hunderte von Wolkenkratzern nur schemenhaft aus dem Dunst scheinen lässt. Man muss auch nix sehen, hören reicht: Ein nie endender, martialischer Lärm aus tausenden von Autos, Mopeds, Presslufthämmern und schreienden Straßenhändlern (jetzt weiß man allerdings auch, warum die alle immer so brüllen müssen in ihren Filmen!) setzt den zarten europäischen Hörnerv nach kurzer Zeit k.o. Angeblich wird das nächstes Jahr alles besser, wenn zur hier stattfindenden Expo alle unzähligen Baustellen schlagartig beendet sein werden. Die Stadt ist eine einzige Grube mit nie pausierenden Kranen, Baggern und Millionen schaufelnder Arbeiter, die eben mal schnell sieben U-Bahn-Linien gleichzeitig bauen (so was wie den Leipziger City-Tunnel würden die hier an einem Vormittag erledigen und nicht mehr drüber reden). Ein einziger Wahnsinn, der noch dazu hervorragend funktioniert. Eine Metro, die für sehr wenig Geld problemlos und mit einem schlauen High-Tech-System täglich unvorstellbare Menschenströme wie am Schnürchen befördert. Kein Schnipselchen auf der Straße. Alle Veranstaltungen beginnen supersuperpünktlich (daran muss man sich als Deutsche doch erst gewöhnen). Alles Gute, das man eher uns Deutschen oder den Schweizern zuschreiben würde, Sauberkeit, Akkuratesse, Organisation, Technologie, findet sich hier in absoluter Perfektion, weil gepaart mit fernöstlicher Leidensbereitschaft. Weiß nur keiner. Wenn das je publik wird, können wir alle einpacken.
Vorher aber zeigen wir noch ein paar Filme in Shanghai. Zwar ist das die Hauptstadt der Finanzen und des Gelds, doch in Hinsicht auf andere Dinge nicht ganz so reich. Dokumentarfilme, so lerne ich, kann man hier fast nirgendwo sehen. Es gibt keine alternative Kinostruktur wie bei uns. Neuerdings gibt es die Initiative, Filme in Cafés zu zeigen. Das fasst mehr und mehr Fuß und ist die einzige Möglichkeit, etwas anderes als Hollywood-Blockbuster oder einheimische Mainstream-Spielfilme zu sehen. Also alles, was bislang für die Öffentlichkeit mehr oder weniger nicht existierte. Es gibt zwar einen Documentary Channel Shanghai – landesweit der letzte seiner Art – der aber wenig zeigt, was wir als Dokfilm einstufen würden. Viel Discovery Style, Wildlife etc., etwas Kulturvermittlung und kaum mal ein „echter“ Dokfilm. Allerdings – muss man auch erwähnen – haben sie dort zumindest Teile von „Losers and Winners“ von Ulrike Franke und Michael Loeken ausgestrahlt, was den Bekanntheitsgrad des Films hier durchaus erhöhte. Der Documentary Channel zeigt auch einmal im Monat Dokfilme in einem Saal, quasi eine kleine widerständische Geste, vorbei an Kommerz und Zensur, ein kleiner Trotz alledem.
Auf diese Situation trifft also die Initiative des Goethe-Instituts, ein Dokfilm-Forum durchzuführen, dem man angesichts dessen gar nicht genug danken kann. Zur Eröffnung war es dann auch brechend voll, man musste den Eröffnungsfilm „Rich Brother“ von Insa Onken zeitgleich in zwei Sälen (allerdings beide nicht riesig) ausstrahlen. Es wurden bedeutende Reden von bedeutenden Persönlichkeiten geredet und auch meine ziemlich gejetlagte Person unter vielen gegenseitigen Verbeugungen begrüßt. Moderiert hat zu meiner großen Freude ein alter Bekannter (wir kennen uns aus ganz alten Göttinger Zeiten), Dr. Karsten Krüger. Er ist Professor an mehreren chinesischen Unis und hat 2001 für Leipzig die Retrospektive des chinesischen ethnografischen Films kuratiert. Es hat sich dann schnell herausgestellt, dass man jemanden wie ihn, der beide Kulturen bis ins Detail kennt und die Sprachen perfekt beherrscht, für eine solche Veranstaltung auch braucht. Die ersten Tage kam es mir vor, als bestünde die Kommunikation zu großen Teilen aus Missverständnissen (die Dank Karsten und der Goethes meist ausgeräumt wurden). Beispielsweise beim Filmgespräch zu
Rich Brother
Generell ist es so, dass die Leute nach jedem Film erwartungsvoll sitzen bleiben und hernach hingebungsvoll, mit großem Ernst und gern endlos debattieren. So etwas habe ich noch nirgendwo – und nun habe ich ja schon in einigen Ecken dieser Welt Filme gezeigt! – erlebt. Platz 1 unter den Publikümmern des Planeten! Dabei wollen sie immer ganz genau wissen, wer die Filmemacherin oder der Filmemacher ist und – vor allem – was er oder sie sich dabei gedacht hat, den Film so zu machen. Das wird dann auch untereinander geradezu genüsslich referiert und diskutiert. Gern würde man sie alle nach Leipzig importieren.
Bei „Rich Brother“, den wir auch noch in Extra-Vorstellungen an zwei Unis haben (blitzeblanke, supermoderne Gebäude, mit allem erdenklichen Hightech ausgestattete Hörsäle – wenn ich da an meine letzte Lehrveranstaltung an der Humboldt-Uni denke, wo schon das Zeigen einer DVD das gesamte System an den Rand der Leistungsfähigkeit brachte), hat das Publikum meist versucht, sich in die Person von Ben einzufühlen. Es kamen viele Fragen, die ihn konkret betrafen. Wie die Situation für Ausländer in Deutschland allgemein sei, wollte man wissen. Warum seine Freundin im Film nicht auftaucht. Wie lange gedreht wurde. Wie teuer so ein Film ist. Ein Student an der Shanghai University fragt, wer den Kommentar geschrieben hätte. Schließlich finde ich heraus, dass er die O-Töne von Ben aus dem Off für einen Kommentar hielt. Es schließt sich eine längere Ausführung meinerseits über Kommentare an, vieles davon scheint völlig neu für die Zuhörer zu sein. Dennoch bestätige ich dem jungen Mann, dass er mit seiner Frage den Finger auf die richtige Stelle gelegt hat: Der Einsatz von O-Tönen aus dem Off ist ja auch bei uns (auch im Auswahlgremium) alles andere als unumstritten und wurde auf dem Festival u.a. in Bezug auf diesen Film kontrovers diskutiert – gewissermaßen wirkt Bens Stimme ja als Kommentar.
Und eben die Frage eines Mannes, ob ich nicht auch glaubte, dass Migration hauptsächlich Probleme verursache, z. B. hygienischer Art. So eine Frage verunsichert einen pc-gewohnten deutschen Menschen erstmal zutiefst. Er stammelt dann etwas von Integration und so. Die Rassismus-Blinkbirne rotiert: Alarm! Später bekomme ich mit, wie der (hervorragende) Dolmetscher beim Empfang Karsten Krüger fragt, wie er das Wort „Migration“ übersetzen würde. Es gibt keinen chinesischen Begriff für das, was wir damit im politischen Sinne meinen. Hier gibt es nur Millionen von Wanderarbeitern, die in bestimmten Monaten die Städte bevölkern, meist ohne richtige Unterkunft (und eben Hygiene), und zur Erntezeit in ihre Dörfer zurückkehren. Eine andere Art von Wanderung/Migration ist nicht bekannt. Schon gar keine, die bedeutet, das Land zu wechseln, weil man z.B. flüchten muss, und zu bleiben. Es gibt keinen Terminus dafür. Das Lohnniveau sei hier so niedrig, meint der Dolmetscher, dass es niemanden gäbe, der freiwillig herkäme. Und fügt hinzu, so müsse man die Frage des Mannes verstehen. – Diese Art von kulturellem Missverständnis lauert hier überall, eine Art geistiger Smog.
Losers and Winners
Auch eine Geschichte des Cultural Clash und endloser Missverständnisse. Das chinesische Publikum schmeißt sich weg vor Lachen (das scheint also mal global zu funktionieren). In der Diskussion arbeiten sie heraus, dass man am Ende nicht weiß, wer die Losers und wer die Winners der Geschichte sind – ganz ähnlich äußerte sich seinerzeit das Leipziger Publikum. Interessant die Frage eines Mannes, was die Filmemacher denn nun machen würden, damit sich das chinesische Volk nicht so schlecht fühlen muss (für alle, die den Film – ich wage es kaum hinzuschreiben – noch nicht gesehen haben sollten: Es geht darum, dass Chinesen eine Kokerei im Ruhrgebiet abbauen und nach China verfrachten, wo sie komplett neu aufgebaut wird). Ich versichere den Anwesenden, dass es der Industrie im Ruhrgebiet auch ohne Chinesen und sowieso schlecht geht, das beruhigt alle doch sichtbar. Im Film gibt es auch die Stelle, wo einer der deutschen Arbeiter sagt, er sei überzeugt, dass die das in China niemals zum Laufen kriegten. Hier stand nun ein Mann auf und erzählte, dass er für eine Firma in Shanghai arbeitet, die schon seit Jahren Betriebe in Deutschland ab- und irgendwo in der Welt wieder aufbaut. Einmal, sagte er, hätte das mit der Wiederinbetriebnahme tatsächlich nicht so richtig geklappt – das war in Kenia.
Von den anderen, hauptsächlich chinesischen Filmen, die am ersten Wochenende zum Thema Migration laufen, bekomme ich leider kaum etwas mit, denn ich befinde mich in den Fängen der
Presse
Zahlreich erschienen, zwei Tage lang mit intensiven, langen Interviews. Dass die Anwesenheit von DOK Leipzig in einer Millionenmetropole solche Aufmerksamkeit erregen kann, verwirrt und verwundert mich doch etwas. Ist es die unschlagbare Pressearbeit der Goethes, ist es die Oase in einer (film)kulturellen Wüste oder etwa unser weltweiter Ruhm? Letzteres wollen wir nicht ernsthaft annehmen, fühlen uns aber geehrt. Die Interviews beginnen beim Urschleim des Dokfilms oder kommen irgendwann unweigerlich dorthin, weil man hier immer und überall erst einmal den Begriff des künstlerischen Dokumentarfilms erklären und ihn von der Fernsehdokumentation abgrenzen muss (ein Unterschied, der allerdings auch beim deutschen Feuilleton bislang kaum angekommen ist, in Deutschland müsste man das in den meisten Fällen wohl auch erklären). Schön sind Fragen wie: „Erläutern Sie die Entwicklung des deutschen Dokumentarfilms seit 1920.“ Ja, gern. Groß steht der Name Leni Riefenstahl auf einem der seitenlangen Vorbereitungspamphlets eines Teams. Die kennen sie alle. Wird an der Filmhochschule vorgeführt. Als ich einwende, dass kaum ein deutscher Filmemacher sich so ohne Weiteres auf Riefenstahl beziehen würde als Urahnin, blicke ich (wie so oft) in völlig verständnislose Gesichter. Warum, das sei doch ein Meilenstein der Filmgeschichte? Ja, aber … Ja, solche Gespräche dauern. Zusammengekürzt (wenn man nur wüsste, worauf!) sehen sie dann beispielsweise so aus:
http://f.chinafilm.com/200912/0353913.html
http://f.chinafilm.com/200912/0353914.html
Was immer interessiert – ob bei der Presse oder an den Unis – ist die Finanzierung von Dokfilmen in Deutschland, die Produktion und die Kinostruktur, das Fördersystem etc. Die Fragen gehen bis ins klitzekleinste Detail: Wie sieht ein Treatment aus, was gehört da rein, wie beschreibt man ein Projekt, wo beantragt man was? Usw. usf. Endlos. Dabei finden die Zuhörer meistens sehr schnell und ganz von allein heraus, wo genau die Schwächen des deutschen Fördersystems liegen und nicken dann versonnen. Ja, so ist das. Schwierig.
Don’t Get Me Wrong
Till It Hurts
Laufen gemeinsam am Montag, nachdem wir “Hochburg der Sünden” wegen technischer Probleme abbrechen müssen. Kein Murren, Meckern, Motzen. Klaglos, stoisch und verhalten optimistisch bleibt das Publikum ohne sichtbare Gefühlsregung einfach sitzen. Dass nun ganz andere Filme laufen, scheint völlig egal zu sein. Hier kommt niemand wegen eines bestimmten Themas oder Films, sondern, um gute Dokfilme zu sehen, egal welche. Zudem sitzen seit Samstag Nachmittag und später die ganze Woche über Abend für Abend die selben Leute. Nach ein paar Tagen sind wir eine eingespielte Truppe und kennen uns gegenseitig mit Namen.
Die beiden Filme verstören die Anwesenden zutiefst und in bestem Sinne. „Don’t Get Me Wrong“ scheint eine Art Initialzündung zu sein, was Dokfilm auch – und eigentlich – ist oder sein kann. Mehrmals fragen sie nach, ob die Filmemacherin wirklich so jung ist, wie ich behauptet habe. Sie erkennen ganz genau, was für ein Juwel sie da gerade gesehen haben und behandeln es gewissermaßen mit der angemessenen Ehrfurcht – genau so ging es uns in Leipzig damals auch, als wir den Film entdeckten. Dennoch spricht am Ende jemand aus, was der Knackpunkt ist: Dann gäbe es ja gar keine Objektivität im Dokumentarfilm? Eine von DOK Leipzig gestiftete Waschmaschine für den ersten Preis wechselt den Besitzer.
„Till It Hurts“ hingegen hinterlässt ein fassungsloses Publikum. Die Schilderung einer Mutter-Sohn-Beziehung mit ödipalen Zügen und schließlich die Infragestellung des christlichen Gebots „Du sollst Vater und Mutter ehren“ – das höchste Gebot auch für die buddhistischen Chinesen – ist ein harter Brocken, den sie erst mal schlucken müssen. Sie würgen schwer daran – obwohl sie den Film als solchen ja eigentlich toll finden. Aber das! Und dann auch noch Religion hinterfragen! Wollte der Regisseur damit etwa sagen, dass man seine Eltern nicht ehren soll? Ist er gegen das Christentum? Um diese Fragen kreisen wir lange. Schließlich lasse ich mich in meiner Verzweiflung zu der Aussage hinreißen, meines Wissens nach sei der Regisseur Marcin Koszalka ein ordentlicher Katholik, der sich vorbildlich um seine Eltern kümmert. Ich kann nur hoffen, dass das stimmt.
Hochburg der Sünden
Hier bewegt sich die Debatte lange darüber, ob die Türkinnen aus dem Film zurück „nach Hause“ sollen oder nicht. Irgendwann kapiere ich, dass damit die Türkei gemeint ist. Was eine längere Einführung zur Migration in Deutschland und die Gastarbeiterfrage erforderlich macht. Schließlich kommen wir zur Kopftuchfrage und der nach freier Ausübung von Religion. Sorgfältiges Abwägen des Für und Wider auf allen Seiten. Mit großer Begeisterung wird auch die Frage der Qualität der Theaterinszenierung im Film diskutiert. Am Ende sind wir uns einig, dass das Verhalten des Regisseurs eher zweifelhaft ist, der von der türkischen Frau ganz selbstverständlich verlangt, dass sie sich ändern müsse. Warum muss er sich nicht ändern? Weil er ein Mann oder weil er Deutscher ist?, fragen die Diskutanten. Wie Recht sie mal wieder haben. Das haben wir in schlappen anderthalb Stunden fein herausgearbeitet.
Am Seidenen Faden
Alle wieder schwerst beeindruckt – und nun wollen sie erklärt haben, was das alles bedeutet. Ein (experimenteller) Film voller Symbole. Finden sie gut – aber nun MÜSSEN sie wissen, was die Regisseurin damit sagen wollte. Standhaft weigere ich mich, die Symbolik zu interpretieren, verweise auf die Offenheit des Kunstwerks, bemühe den Surrealismus und das Unbewusste, bringe schließlich sogar das Geschütz Siegmund Freud in Stellung – sie lauschen, nicken bedächtig und verstehend und fragen als nächstes, wie denn das gestrickte Gehirn zu verstehen sei … Mit offenen Deutungen hat man hier offensichtlich Probleme, die Dinge müssen definiert und mit eindeutigen Bedeutungen versehen sein. Kodierungen und Entkodierungen können hier offensichtlich nur kollektiv und weniger individuell erfolgen, bzw. kann man letzterem nicht trauen. Lange, lange, lange reden wir …
René
Hat die Filmemacherin den Protagonisten ausgenutzt? Wie ist das mit ihrer Verantwortung? Oder hat sie ihn bezahlt? Also hat er sie ausgenutzt? Kultiviert er am Ende nicht seine Outlaw-Position? Darum kreisen wir heute. Schließlich ruft von hinten einer fröhlich, der Film sei eine klassische Win-Win-Situation. Alle lachen befreit. Überhaupt wird viel gelacht beim Diskutieren, es geht bei aller Ernsthaftigkeit sehr entspannt zu – kein Widerspruch.
Am Ende der heutigen Vorstellung überreicht mir einer der treuen Besucher eine DVD als Geschenk, „Die chinesischen Schuhe“ von Tamara Wyss. Er wollte mir eigentlich einen chinesischen Film kaufen, es gab aber keine guten mit Untertiteln. Ich bin schwer gerührt. Noch mehr, als ich höre, dass seine Freundin heute Geburtstag hat. Unsere Filme seien ihr schönstes Geschenk sagt sie. Seit Tagen hat sie angekündigt, viele Fragen stellen zu wollen. Dann ist sie immer zu bewegt. Seit unsere Filme hier laufen, hat sie erzählt, läuft ihr ganzes bisheriges Leben vor ihr ab und sie denkt pausenlos nach. Sie kann es noch nicht in Worte fassen, was die Filme bei ihr auslösen, will aber alles aufschreiben und mir dann schicken. Allein für diese Zuschauerin hätte sich die ganze Veranstaltung gelohnt, ein Hoch auf Goethe und Goethes!
…Nebenbei bemerkt hat sich die Reise für mich auch allein schon wegen der phantastischen chinesischen Massage gelohnt, die ich mir gestern verpassen ließ und die mich heute morgen erstmals seit 20 Jahren schmerzfrei, sozusagen ganz ohne Rücken, erwachen ließ. In den Orkus mit allen deutschen Masseuren und Physiotherapeuten, die sich seit Jahr und Tag völlig erfolglos abgearbeitet haben! Der Chinese, der weiß, wie’s geht!…